Flächendeckendes Highspeed-Internet bis 2025

Ruhrfibre und Stadt Essen bauen das Glasfasernetz aus

Startschuss für den umfassenden Ausbau des Glasfasernetzes: Im Frühjahr 2022 hat die Stadt Essen ihrer Beteiligungsgesellschaft, der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft GmbH (EVV), grünes Licht für die Gründung der Ruhrfibre-Gesellschaft gegeben. Mit der Investition wird die Infrastruktur für den Ausbau von Digitalisierungs-Prozessen geschaffen: Essener Behörden, Unternehmen und Privathaushalte erhalten bis Ende 2025 flächendeckendes Highspeed-Internet und damit deutlich mehr Tempo bei der Datenübertragung.

Kompetenz gebündelt: Stadt gründet Gesellschaft mit privatem Partner

Im Rahmen eines PPP-Modells (Public Privat Partnership) mit der Metrofibre GmbH i.G. sollen bis 2025 insgesamt 153.000 Haushalte, Unternehmen, Schulen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen ans Highspeed-Internet angeschlossen werden. Voraussichtlich ab Ende 2022 werden die ersten Leitungen verlegt.

Insgesamt werden 180 Millionen Euro in das größte Essener Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahre investiert. Die Stadt Essen beteiligt sich mit einer Million Euro, erhält dafür 25,1 Prozent an der Netzgesellschaft und hat somit ein Mitspracherecht bei den Ausbauplänen. Der Rest der Summe kommt von Infrastruktur-Investoren mit Know-how im Telekommunikationsbereich.

Nur Daten-Autobahn für Provider

Das Geschäftsmodell von Ruhrfibre ist in Deutschland neu. Kommunen in digitalen Hochburgen wie Schweden oder Großbritannien haben damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Ruhrfibre betreibt kein Endkundengeschäft, sondern verpachtet das Glasfasernetz nach dem „Open Access“-Prinzip offen und diskriminierungsfrei an alle Telekommunikationsanbieter für Ihre Endkunden.

Wie bekomme ich künftig Glasfaser?

Derzeit haben in Essen rund fünf bis sechs Prozent der Haushalte Zugang zum Glasfasernetz. Nach dem Ausbau können 153.000 Privathaushalte, Unternehmen und Einrichtungen Highspeed-Internet nutzen. Der Internet-Serviceprovider (z.B. Telekom, Vodafone, 1&1 und andere) ist dabei frei wählbar.

Mit diesem Gigabit-Netz werden Datenverkehr, Streaming, Down- und Uploads deutlich an Geschwindigkeit gewinnen. Eine Netzüberlastung zu Spitzenzeiten wird über ein sogenanntes Point-to-Point-Modell, bei dem je ein dezidiertes Glasfaserpaar pro Haushalt gelegt wird, ausgeschlossen. Das neue Breitbandnetz hat im Vergleich zu herkömmlichen Kupferleitungen zudem einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch.

Nutzung sonstiger Infrastruktur beim Ausbau

Beim Ausbau des Glasfasernetzes wird Ruhrfibre eng mit kommunalen Unternehmen zusammenarbeiten und deren vorhandene Infrastruktur nutzen, wie etwa U-Bahnschächte, Abwasserkanäle oder Leertrassen. So können viele zusätzliche Baustellen vermieden werden. Das Verfahren ist nicht nur kostengünstiger, sondern vermeidet auch zusätzliche Belastungen für Bürger und Umwelt.

Weitere Informationen zum Projekt Ruhrfibre finden Sie hier.